Revierhegemeister

Die Jagdaufseherausbildung in der Bundesrepublik Deutschland sowie die Voraussetzungen der amtlichen Bestätigung sind landesrechtlich unterschiedlich geregelt. Teils ist eine staatliche Prüfung vorgesehen, teilweise reicht die Teilnahme an einem anerkannten Jagdaufseherlehrgang, teilweise wird keine besondere Qualifikation verlangt.

Diesem Mißstand versucht der BDJV entgegenzuwirken, in dem sich seine Mitgliedsverbände auf einen über die landesrechtlichen Vorschriften hinausgehenden Qualitätsstandard für die Ausbildung des zum Jagdschutz berechtigten Personenkreises geeinigt haben. Dieser verbandseigenen Qualifikation haben die Mitgliedsverbände des BDJV den Namen "Revierhegemeister" gegeben.

Die Ausbildung zum Revierhegemeister setzt grundsätzlich die Ausbildung zum Jagdaufseher nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften voraus. Der nach erfolgreicher Ausbildung verliehene Titel "Revierhegemeister" ist ein verbandseigener Ehrentitel, der auf die besondere fachliche Qualifikation seines Trägers hinweist und an die Mitgliedschaft in einem dem BDJV angehörenden Verbands geknüpft ist. Der Titel "Revierhegemeister" erhebt in keinem Fall den Anspruch, einer mehrjährigen Berufsausbildung im jagdlichen oder forstlichen Bereich gleichzustehen und stellt ausdrücklich keine Ausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes dar.  

Hierbei kann und will der BDJV keinesfalls in Konkurrenz zu den hauptberuflichen Jägern und Förstern treten - die Revierhegemeister des BDJV sehen sich als besonders qualifizierte Ehrenamtler, die ihre Freizeit mit Passion und Herzblut der Hege unseres Wildes und dem Erhalt unserer Natur widmen.

Der Revierhegemeister findet somit sein Einsatzgebiet vornehmlich in der ehrenamtlichen Aus- und Fortbildung von Jägern und Jagdaufsehern sowie bei der Betreuung von solchen Revieren, in denen aufgrund der Struktur ein Einsatz von Berufsjägern und/oder Forstpersonal nicht angebracht, jedoch gleichwohl eine hohe fachliche Kompetenz erforderlich ist.